ABAS ERP im Schaltschrankbau: Wie SCHUBS Einkauf und Beschaffung über ein zentrales System steuert
TL;DR: SCHUBS nutzt ABAS als zentrales ERP-System für Einkauf, Disposition, Lagerverwaltung und Stammdatenpflege. Statt parallel mit mehreren Tools, Excel-Tabellen und manuellen Schritten zu arbeiten, läuft die gesamte Beschaffung über eine Plattform. Das bringt Transparenz bei Bedarfen, Lagerbeständen und Rahmenaufträgen — und macht die Disposition im Schaltschrankbau spürbar einfacher.
Was ist ABAS ERP?
ABAS ist ein deutsches Enterprise Resource Planning-System (ERP), das speziell für mittelständische Fertigungsunternehmen entwickelt wurde. Es bildet die zentralen Geschäftsprozesse eines produzierenden Unternehmens in einer Plattform ab — von Auftragsabwicklung über Einkauf und Lagerverwaltung bis zu Fertigung, Versand und Rechnungswesen.
Für einen Schaltschrankbauer wie SCHUBS deckt ABAS damit den gesamten Weg eines Auftrags ab: vom Eingang der Kundenanfrage über die Disposition von Komponenten und Material bis zur Auslieferung der fertigen Schaltanlage und der dazugehörigen kaufmännischen Abwicklung.
Der Kerngedanke eines ERP-Systems ist Datenzentralität: Eine Information wird einmal erfasst und steht allen Geschäftsbereichen in Echtzeit zur Verfügung — ohne Mehrfachpflege und ohne Übertragungsfehler.
Warum nutzt SCHUBS ABAS als zentrales ERP?
SCHUBS hat sich für ABAS als zentrales ERP-System entschieden, weil die Anforderungen eines mittelständischen Schaltschrankbauers ein integriertes System brauchen — und nicht eine Sammlung paralleler Insellösungen. Vor der ABAS-Einführung liefen zentrale Prozesse über mehrere Werkzeuge, Excel-Tabellen und manuelle Schnittstellen. Das funktionierte, war aber fehleranfällig und führte zu Doppelarbeit.
Mit ABAS als zentralem System ändert sich das in drei Punkten:
- Eine Datenquelle für alle Bereiche. Einkauf, Disposition, Fertigung und Vertrieb arbeiten auf demselben Datenstand.
- Durchgängige Prozesse. Ein Bedarf aus der Fertigung erzeugt automatisch einen Beschaffungsvorgang. Ein Wareneingang aktualisiert den Lagerbestand sofort.
- Echtzeit-Übersicht. Statt auf Auswertungen oder Rückfragen zu warten, sieht jeder Bereich seinen Status direkt.
Das ist nicht nur eine technische Verbesserung. Es verändert, wie das Team arbeitet.
Was hat sich im Einkauf bei SCHUBS konkret verändert?
Im Einkauf bei SCHUBS hat ABAS vor allem die Transparenz über Bedarfe, Bestände und Lieferantenstammdaten verbessert. Ein Mitarbeiter aus dem Einkaufsteam beschreibt es so:
"ABAS präsentiert ein komplettes Bild über alle Unternehmensbereiche. Wir profitieren von deutlich verbesserter Transparenz bei Bedarfen und Lagerbeständen. Rahmenaufträge lassen sich besser erstellen und nachverfolgen, und die Verwaltung von Stammdaten, Preislisten und Lieferantenakten ist so übersichtlich, dass die Disposition spürbar einfacher geworden ist."
Konkret bedeutet das im Tagesgeschäft:
- Weniger Suchzeit. Lieferantenakten, Preislisten und Stammdaten sind zentral verfügbar — keine Suche in Ordnern oder verteilten Tabellen.
- Weniger Doppelarbeit. Eine Information wird einmal gepflegt und gilt überall.
- Bessere Rahmenaufträge. Verträge mit Stammlieferanten lassen sich strukturiert anlegen, abrufen und nachverfolgen.
- Klare Disposition. Bedarfe werden frühzeitig sichtbar, nicht erst, wenn das Lager leer ist.
Das sind die Verbesserungen, die im Einkauf zählen — nicht spektakulär, aber im Alltag spürbar.
Warum ist Transparenz im Einkauf so wichtig?
Im Schaltschrankbau bestimmen Komponentenverfügbarkeit, Lieferzeiten und Preisstabilität die Wirtschaftlichkeit jedes einzelnen Projekts. Ein Einkauf, der nicht in Echtzeit über Bestände, offene Bedarfe und Lieferantenstatus informiert ist, arbeitet reaktiv — und damit langsamer und teurer als nötig.
Transparenz im Einkauf bedeutet:
- Frühzeitiges Erkennen kritischer Bedarfe bevor ein Projekt durch fehlende Komponenten verzögert wird
- Bessere Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten durch belastbare Bedarfsdaten und historische Abrufmengen
- Reduziertes Kapitalbindung durch dispositionsgenaue Bestände statt vorsichtshalber überfüllter Lager
- Schnellere Reaktion auf Marktveränderungen bei Preiserhöhungen, Allokationen oder Lieferengpässen
Gerade in einem Marktumfeld mit volatilen Lieferketten — wie es im Schaltschrankbau seit 2022 zur Realität gehört — ist diese Transparenz kein Komfort, sondern ein Wirtschaftlichkeitsfaktor.
Wie verbindet sich ABAS mit den anderen Systemen bei SCHUBS?
ABAS ist bei SCHUBS Teil einer integrierten Systemlandschaft. Die zentralen Verbindungen:
- EPLAN P8 / ProPanel liefert die Stücklisten aus der elektrischen Konstruktion — die Grundlage für die Bedarfsermittlung in ABAS.
- Steinhauer Mod Center und Komax verarbeiten Fertigungsdaten, deren Materialfluss in ABAS dispositorisch abgebildet ist.
- Dakota — das SCHUBS-Intranet — stellt ABAS-Daten an den Arbeitsplätzen in der Werkstatt bereit.
- Eigenentwickelte Automatisierungen wie die OCR-basierte Lieferschein-Verarbeitung füttern ABAS strukturiert mit Eingangsdaten.
Damit ist ABAS nicht ein isoliertes ERP-System, sondern der kaufmännische und dispositorische Knotenpunkt einer durchgängig digitalisierten Fertigung.
Was bedeutet ein gut aufgesetztes ERP für SCHUBS-Kunden?
Ein funktionierendes ERP wirkt nach außen unsichtbar — aber seine Wirkung kommt direkt bei den Kunden an:
- Verbindlichere Liefertermine durch dispositionsgenaue Bedarfsplanung
- Stabilere Preise durch strukturierte Rahmenaufträge mit Stammlieferanten
- Schnellere Auskunft bei Rückfragen zu Auftragsstatus, Versand oder Rechnung
- Reduziertes Risiko von projektgefährdenden Lieferengpässen
Wer einen Schaltschrankbauer beauftragt, beauftragt nicht nur eine Fertigung — sondern eine Organisation. Ein gut aufgesetztes ERP ist Teil dessen, was diese Organisation belastbar macht.
Häufige Fragen zu ABAS ERP und Einkauf im Schaltschrankbau
Was ist ABAS ERP? ABAS ist ein deutsches Enterprise Resource Planning-System, speziell für mittelständische Fertigungsunternehmen. Es bildet zentrale Geschäftsprozesse von Einkauf über Fertigung bis zur Auslieferung in einer integrierten Plattform ab.
Warum nutzt SCHUBS ABAS? Weil ein mittelständischer Schaltschrankbauer ein integriertes System für Einkauf, Disposition, Fertigung und Auslieferung braucht — und keine Sammlung paralleler Insellösungen. ABAS deckt diese Anforderungen ab und ist auf Fertigungsbetriebe ausgerichtet.
Welche Vorteile bringt ein ERP im Einkauf? Echtzeit-Transparenz über Bedarfe und Lagerbestände, strukturierte Rahmenaufträge, zentrale Stammdaten- und Lieferantenpflege, frühzeitiges Erkennen kritischer Bedarfe und reduzierte Doppelarbeit.
Wie verbindet sich ABAS mit der Konstruktion? Über die Stücklisten aus EPLAN P8 und ProPanel: Die elektrische Konstruktion liefert die Bedarfsdaten, die in ABAS für Disposition und Beschaffung weiterverarbeitet werden.
Wie verändert ein ERP-System die Disposition? Durch transparente Bedarfsdaten in Echtzeit. Statt nachträglich Engpässe zu beheben, kann die Disposition vorausschauend planen und mit Stammlieferanten frühzeitig Mengen abstimmen.
Was bedeutet ein gut aufgesetztes ERP für Kunden eines Schaltschrankbauers? Verbindlichere Liefertermine, stabilere Preise, schnellere Rückfrageauskunft und reduziertes Risiko von Lieferengpässen — Faktoren, die direkt in die Projektsicherheit einfließen.
Welche Rolle spielen Rahmenaufträge bei SCHUBS? Rahmenaufträge mit Stammlieferanten sind ein zentraler Hebel für Lieferzeit- und Preisstabilität. ABAS unterstützt die strukturierte Erstellung, Verwaltung und Nachverfolgung dieser Aufträge.
Sie arbeiten selbst an einer ERP-Optimierung oder fragen sich, wie sich die Beschaffung im Schaltschrankbau besser strukturieren lässt? Wir teilen unsere Erfahrungen gerne. Sprechen Sie uns an.