Werkstattoptimierung nach VDI 5200: Wie SCHUBS mit dem IFA Hannover die Fabrikplanung systematisch verbessert

Geschrieben von SCHUBS GmbH | May 15, 2026 10:09:26 AM

Werkstattoptimierung nach VDI 5200: Wie SCHUBS mit dem IFA Hannover die Fabrikplanung systematisch verbessert

TL;DR: SCHUBS optimiert die eigene Fertigungswerkstatt nach der Richtlinie VDI 5200 — dem anerkannten deutschen Standard für strukturierte Fabrikplanung. In Zusammenarbeit mit dem Institute of Production Systems and Logistics (IFA) der Leibniz Universität Hannover durchläuft SCHUBS einen phasenbasierten Prozess von der Zieldefinition über Materialflussanalyse bis zur Layoutplanung. Das Ziel: effizientere Produktionsabläufe, höhere Zuverlässigkeit und ein gesteigerter Qualitätsstandard für unsere Kunden.

Was ist die VDI 5200?

Die VDI 5200 ist die deutsche Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure für systematische Fabrikplanung. Sie definiert einen klaren, phasenbasierten Prozess für die Planung neuer Fabriken sowie für die Optimierung bestehender Produktionsstandorte — von der ersten Zieldefinition bis zur finalen Umsetzung.

Die Richtlinie ist in Deutschland der anerkannte Standard, an dem sich produzierende Unternehmen orientieren, wenn sie ihre Produktionsstrukturen systematisch und nachvollziehbar entwickeln wollen. Sie wird sowohl bei Neubauten als auch bei der Restrukturierung bestehender Werkstätten angewendet.

Der Kerngedanke: Strukturierte Verbesserung erfordert einen strukturierten Ansatz. Wer eine Werkstatt umbaut oder neu plant, soll das nicht intuitiv tun, sondern auf Basis einer methodischen Vorgehensweise mit klar definierten Phasen, Zielen und Entscheidungspunkten.

Welche Phasen umfasst die VDI 5200?

Die VDI 5200 unterteilt die Fabrikplanung in mehrere aufeinander aufbauende Phasen. Jede Phase hat klare Ziele, Methoden und Ergebnisdokumente. Die wichtigsten Phasen umfassen:

  1. Zielfestlegung. Was soll mit der Planung erreicht werden? Welche Kennzahlen sind relevant?
  2. Grundlagenermittlung. Analyse des Ist-Zustands: Layout, Materialflüsse, Prozesse, Kapazitäten.
  3. Konzeptplanung. Entwicklung alternativer Zielkonzepte für das Layout und die Prozessstruktur.
  4. Detailplanung. Ausarbeitung des gewählten Konzepts bis zur Umsetzungsreife.
  5. Umsetzungsvorbereitung. Maßnahmenplanung, Terminierung, Ressourcen.
  6. Realisierung. Tatsächliche Umsetzung im Werk.
  7. Hochlaufbetreuung. Begleitung des Anlaufs bis zum stabilen Produktionsbetrieb.

Diese phasenbasierte Struktur sorgt dafür, dass keine Schritte übersprungen werden — und dass jede Entscheidung auf Daten und Analysen basiert, nicht auf Annahmen.

Warum optimiert SCHUBS die eigene Werkstatt nach VDI 5200?

SCHUBS investiert heute in eine bessere Werkstatt, um morgen ein zuverlässigerer Partner zu sein. Die Entscheidung für die VDI 5200 als methodische Grundlage hat drei Gründe:

  • Strukturierte Entscheidungen. Die Richtlinie verhindert, dass Layout-Entscheidungen aus dem Bauch getroffen werden. Jede Veränderung lässt sich nachvollziehen und begründen.
  • Übertragbarkeit auf den Schaltschrankbau. Unsere Produktion verbindet manuelle Montage, automatisierte Fertigung (Steinhauer Mod Center, Komax) und hochsensible Endprüfung. Die VDI 5200 hilft, diese unterschiedlichen Prozesstypen in einem konsistenten Layout zu integrieren.
  • Zukunftssicherheit. Wer Werkstattumbauten ohne Methodik durchführt, riskiert kurzfristige Effizienzgewinne, die sich bei Wachstum oder Sortimentsänderungen schnell als Sackgasse erweisen. Die VDI 5200 zwingt zu einer langfristigen Betrachtung.

Das Ziel ist eine Werkstatt, die auf das ausgerichtet ist, was für unsere Kunden wirklich zählt: effiziente Produktionsabläufe, höhere Zuverlässigkeit und ein gesteigerter Qualitätsstandard.

Wer ist das IFA Hannover — und warum arbeitet SCHUBS damit zusammen?

Das Institute of Production Systems and Logistics (IFA) ist ein Forschungsinstitut der Leibniz Universität Hannover und gehört zu den etabliertesten deutschen Einrichtungen für industrielle Fabrikplanung. Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Fabrikplanung begleitet das IFA produzierende Unternehmen bei der Anwendung der VDI 5200 in der Praxis.

Für SCHUBS bedeutet die Zusammenarbeit:

  • Methodische Expertise. Das IFA-Team kennt die VDI 5200 bis ins Detail und überträgt sie auf konkrete Werkstattsituationen.
  • Externe Perspektive. Wer eine Werkstatt täglich nutzt, sieht oft nicht mehr, wo die Optimierungspotenziale liegen. Das IFA bringt einen neutralen Blick.
  • Wissenschaftlich fundierte Methoden. Materialflussanalysen, Layoutbewertungen und Konzeptvergleiche basieren auf etablierten Methoden, nicht auf Erfahrungswerten allein.

Das IFA begleitet SCHUBS durch jede Planungsphase — von der Analyse des bestehenden Layouts und der Materialflüsse bis zur Entwicklung konkreter, zukunftsfähiger Verbesserungskonzepte.

Was wird konkret analysiert?

Die Werkstattoptimierung bei SCHUBS folgt der VDI 5200-Systematik und beginnt mit einer detaillierten Analyse des Ist-Zustands. Untersucht werden:

  • Layout und Flächennutzung. Wie sind Arbeitsplätze, Maschinen und Lagerbereiche angeordnet? Wo entstehen Engpässe?
  • Materialflüsse. Welche Wege legen Bauteile, Halbzeuge und fertige Schaltschränke durch die Werkstatt zurück?
  • Prozessabhängigkeiten. Welche Fertigungsschritte beeinflussen einander? Wo entstehen Wartezeiten?
  • Kapazitäten und Auslastung. Welche Bereiche sind über-, welche unterausgelastet?
  • Zukunftsbedarf. Welche Anforderungen an die Werkstatt entstehen durch geplantes Wachstum, neue Produkte oder veränderte Märkte?

Auf Basis dieser Analyse entwickelt das IFA gemeinsam mit SCHUBS Konzeptvarianten — und bewertet sie nach den in der Zielfestlegung definierten Kennzahlen.

Was ändert sich für SCHUBS-Kunden?

Werkstattoptimierung ist ein interner Prozess — die Wirkung zeigt sich aber direkt im Kundenprojekt. Konkret bedeutet eine nach VDI 5200 optimierte Fertigung für unsere Kunden:

  • Kürzere und planbarere Durchlaufzeiten. Effizientere Materialflüsse reduzieren die Zeit von Auftragseingang bis Auslieferung.
  • Höhere Liefertreue. Strukturiertere Prozesse machen Termine verbindlicher.
  • Konstantere Qualität. Optimierte Arbeitsplätze und reduzierte Schnittstellen reduzieren Fehlerquellen.
  • Skalierbarkeit. Auch bei wachsendem Auftragsvolumen bleibt die Qualität reproduzierbar.

Das ist der eigentliche Sinn der Werkstattoptimierung: nicht eine schönere Werkstatt, sondern ein zuverlässigerer Partner für unsere Kunden.

Was ist der nächste Schritt?

Im nächsten Beitrag werfen wir einen konkreten Blick in die Werkstatt — auf die Bereiche, die wir gemeinsam mit dem IFA Hannover analysieren, und auf die ersten Erkenntnisse aus der laufenden Optimierungsphase.

Häufige Fragen zur VDI 5200 und Werkstattoptimierung

Was ist die VDI 5200? Die VDI 5200 ist die Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure für systematische Fabrikplanung. Sie definiert einen phasenbasierten Prozess von der Zieldefinition über die Konzeptentwicklung bis zur Umsetzung und Hochlaufbetreuung.

Für wen gilt die VDI 5200? Für produzierende Unternehmen, die neue Fabriken planen oder bestehende Produktionsstandorte systematisch optimieren wollen. Sie ist nicht verpflichtend, gilt in Deutschland aber als anerkannter Standard für Fabrikplanungsprojekte.

Welche Phasen umfasst die VDI 5200? Zielfestlegung, Grundlagenermittlung, Konzeptplanung, Detailplanung, Umsetzungsvorbereitung, Realisierung und Hochlaufbetreuung. Jede Phase hat klare Ziele, Methoden und Ergebnisdokumente.

Was ist das IFA Hannover? Das Institute of Production Systems and Logistics ist ein Forschungsinstitut der Leibniz Universität Hannover. Es ist auf industrielle Fabrikplanung spezialisiert und verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Anwendung von Planungsmethoden wie der VDI 5200.

Warum arbeitet SCHUBS mit dem IFA Hannover zusammen? Für methodische Expertise, eine neutrale externe Perspektive und wissenschaftlich fundierte Analyse- und Planungsmethoden — drei Faktoren, die intern allein schwer abzudecken sind.

Was wird bei SCHUBS konkret optimiert? Layout, Materialflüsse, Arbeitsplatzgestaltung, Kapazitätsverteilung und Skalierbarkeit der Werkstatt — abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen des Schaltschrankbaus mit manueller Montage, automatisierter Fertigung und sensibler Endprüfung.

Was bedeutet die Optimierung für SCHUBS-Kunden? Kürzere und planbarere Durchlaufzeiten, höhere Liefertreue, konstantere Qualität und bessere Skalierbarkeit bei wachsendem Auftragsvolumen.

Wie lange dauert ein VDI 5200-Projekt? Das hängt von Umfang und Komplexität ab. Die Richtlinie selbst gibt keine festen Zeitrahmen vor — entscheidend ist die methodische Durchgängigkeit aller Phasen.

Sie planen eine eigene Werkstattoptimierung oder ein Fabrikplanungsprojekt? Wir teilen unsere Erfahrungen aus dem laufenden VDI 5200-Projekt mit dem IFA Hannover gerne. Sprechen Sie uns an.