Neue Kabelkanal-Schneidemaschine bei SCHUBS: Was die Investition für die Schaltschrankfertigung bedeutet
TL;DR: SCHUBS hat die Fertigung in Hameln mit einer neuen Kabelkanal-Schneidemaschine von Rittal verstärkt. Die Maschine ersetzt den manuellen Zuschnitt von Kabelkanälen durch präzise, wiederholgenaue Schnitte mit deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten und sauberen Schnittkanten ohne Nacharbeit. Die Investition ist Teil der laufenden Modernisierung der SCHUBS-Werkstatt und unterstützt eine schnellere und reproduzierbarere Schaltschrankfertigung — besonders bei Serienprojekten und komplexen Aufbauten.
Was leistet die neue Kabelkanal-Schneidemaschine?
Die neue Kabelkanal-Schneidemaschine von Rittal automatisiert einen Arbeitsschritt, der bisher manuell ausgeführt wurde: den Zuschnitt von Kabelkanälen für die Montageplatten der Schaltschränke. Statt jeden Kabelkanal von Hand zu messen, anzuzeichnen und zuzuschneiden, übernimmt die Maschine den Prozess automatisiert — mit präzisen, wiederholgenauen Schnitten und sauberen Schnittkanten.
Konkret bringt die Maschine vier messbare Verbesserungen in den Fertigungsprozess:
- Präzise, wiederholgenaue Schnitte. Jeder Kanal sitzt auf den Millimeter, bei jedem Schaltschrank gleich.
- Deutlich kürzere Bearbeitungszeiten gegenüber dem manuellen Zuschnitt.
- Saubere Schnittkanten ohne Nacharbeit — kein Entgraten, kein Nachschneiden, kein Korrigieren.
- Reproduzierbarkeit über Serien hinweg — auch der hundertste Kanal hat dieselbe Maßgenauigkeit wie der erste.
Was klein klingt, summiert sich in der Praxis: Bei einem Schaltschrank mit zehn bis zwanzig Kabelkanal-Abschnitten reduziert sich die Bearbeitungszeit spürbar — und die Qualität wird unabhängig von Tagesform oder Erfahrung des einzelnen Mitarbeitenden.
Warum ist der Kabelkanal-Zuschnitt im Schaltschrankbau so wichtig?
Kabelkanäle sind die Struktur, in der die Verdrahtung eines Schaltschranks geordnet geführt wird. Sie bestimmen, wo Adern entlanglaufen, wo sie ein- und austreten und wie übersichtlich der Schaltschrank für Wartung und Service bleibt. Ein ungenauer Zuschnitt wirkt sich deshalb über die gesamte Lebensdauer der Anlage aus:
- Optisch — schief geschnittene oder ungleichmäßige Kanäle wirken unprofessionell und sind ein Indikator für die allgemeine Fertigungsqualität.
- Funktional — schlecht passende Kanäle erzeugen Lücken, durch die Adern unkontrolliert herausragen können, oder Druckpunkte, die Isolierungen beschädigen.
- Wartungstechnisch — präzise gefertigte Kanäle erleichtern spätere Erweiterungen oder Umbauten, weil die Geometrie eindeutig bleibt.
- Wirtschaftlich — Nacharbeit am Kanal ist eine der häufigsten Zeitfresser bei der manuellen Montage.
Der Kabelkanal-Zuschnitt ist damit ein Detail, an dem sich die Qualität einer Schaltschrankfertigung im Kleinen ablesen lässt. Wer hier Präzision hat, hat sie meist auch im Rest des Prozesses.
Wie fügt sich die Maschine in die bestehende Fertigung ein?
Die neue Schneidemaschine ist Teil einer laufenden Modernisierung der SCHUBS-Werkstatt und ergänzt eine bereits hochgradig automatisierte Fertigungskette. Sie reiht sich ein in eine Reihe von Anlagen, die alle aus denselben Konstruktionsdaten gespeist werden:
- Steinhauer Mod Center für die CNC-Bearbeitung der Montageplatten und Gehäuse
- Komax Zeta 633 für die automatische Kabelkonfektion mit UL 508A-konformer Aderbeschriftung
- Kabelkanal-Schneidemaschine von Rittal für den präzisen, automatisierten Kanalzuschnitt
Die zentrale Datenquelle bleibt EPLAN P8 mit ProPanel. Aus dem digitalen 3D-Modell des Schaltschranks werden alle nachgelagerten Fertigungsprozesse abgeleitet — von der Montageplatte über die Verdrahtung bis hin zum Kabelkanal-Zuschnitt. Das Ziel ist eine durchgängige Fertigungskette, in der nichts manuell übertragen werden muss und nichts verloren geht.
Was bedeutet die Investition für SCHUBS-Kunden?
Investitionen in Fertigungstechnik wirken nach außen unsichtbar — aber ihre Wirkung kommt direkt beim Kunden an. Konkret bedeutet die neue Schneidemaschine:
- Kürzere Durchlaufzeiten. Schnellere Bearbeitung pro Schrank führt zu insgesamt kürzeren Produktionszeiten.
- Höhere Reproduzierbarkeit. Bei Serienaufträgen sind alle Schränke mechanisch identisch — bis ins Detail des Kabelkanal-Schnitts.
- Stabile Qualität. Unabhängig von Tagesform oder personeller Besetzung liefert die Maschine den gleichen Schnittstandard.
- Reduzierte Nacharbeitsquote. Saubere Schnittkanten erfordern keine Korrekturen — was direkt in die Liefertreue einzahlt.
Für Maschinenbauer und Anlagenintegratoren, die SCHUBS regelmäßig beauftragen, übersetzt sich das in konkrete Vorteile: planbarere Termine, konstantere Qualität und ein Fertigungspartner, der kontinuierlich in seine Prozesse investiert.
Warum investiert SCHUBS in eine modernisierte Werkstatt?
SCHUBS modernisiert die eigene Werkstatt systematisch — parallel zum laufenden Optimierungsprojekt nach der Richtlinie VDI 5200 in Zusammenarbeit mit dem IFA Hannover. Der Grundgedanke: Eine Werkstatt, die heute auf moderne Fertigungstechnik und durchgängige Digitalisierung ausgerichtet ist, kann auch in zehn Jahren noch verlässlich liefern.
Die Investition in einzelne Maschinen wie die neue Kabelkanal-Schneidemaschine ist Teil dieser Strategie. Jede einzelne Anlage automatisiert einen Arbeitsschritt, der bisher manuell ausgeführt wurde — und macht damit den Gesamtprozess robuster, schneller und reproduzierbarer.
Wir investieren heute in eine bessere Werkstatt, um morgen ein zuverlässigerer Partner zu sein.
Häufige Fragen zur neuen Kabelkanal-Schneidemaschine bei SCHUBS
Was ist eine Kabelkanal-Schneidemaschine? Eine Maschine, die Kabelkanäle für die Montageplatten von Schaltschränken automatisiert auf Länge zuschneidet — präzise, wiederholgenau und mit sauberen Schnittkanten. Sie ersetzt den manuellen Zuschnitt mit Säge und Anschlag.
Welche Vorteile bringt der automatisierte Kanalzuschnitt gegenüber manueller Arbeit? Präzisere und wiederholgenauere Schnitte, deutlich kürzere Bearbeitungszeiten, saubere Schnittkanten ohne Nacharbeit und konstante Qualität unabhängig von Erfahrung oder Tagesform des Mitarbeitenden.
Welcher Hersteller liefert die neue Maschine bei SCHUBS? Die neue Kabelkanal-Schneidemaschine stammt von Rittal — einem der weltweit führenden Anbieter in den Bereichen Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung und IT-Infrastruktur.
Wie fügt sich die Maschine in die SCHUBS-Fertigung ein? Sie ergänzt die bestehende Fertigungskette aus dem Steinhauer Mod Center für die CNC-Bearbeitung von Montageplatten und der Komax Zeta 633 für die automatische Kabelkonfektion. Alle Anlagen werden aus den zentralen Konstruktionsdaten in EPLAN P8 mit ProPanel gespeist.
Was bedeutet die Investition für Bestandskunden von SCHUBS? Kürzere Durchlaufzeiten, höhere Reproduzierbarkeit bei Serienprojekten, stabile Qualität unabhängig von personeller Besetzung und reduzierte Nacharbeitsquote — Faktoren, die direkt in Liefertreue und Projektsicherheit einzahlen.
Ist die Maschine Teil einer größeren Modernisierung? Ja. SCHUBS modernisiert die Werkstatt systematisch — unter anderem parallel zu einem Werkstatt-Optimierungsprojekt nach der Richtlinie VDI 5200 in Zusammenarbeit mit dem IFA Hannover.
Welche Rolle spielt EPLAN in der automatisierten Fertigung? EPLAN P8 mit dem Erweiterungsmodul ProPanel ist die zentrale Datenquelle für alle nachgelagerten Fertigungsschritte — von der mechanischen Bearbeitung der Montageplatten über die Kabelkonfektion bis hin zum Kanalzuschnitt.
Sie planen ein Serienprojekt im Schaltschrankbau und legen Wert auf reproduzierbare Fertigungsqualität? Sprechen Sie mit uns über Ihre Anforderungen — am besten in der Konstruktionsphase.